Gentleman

Live Tour 2020

08.10.2020

Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Bereich: Lok.Halle / Foyer

Veranstalter: Crunchtime Promotion
Ticketpreis: VVK 47,30 EUR inkl. Gebühren

Verschoben

Gentleman 2020 Live

Verschoben auf den 02.06.2021

Der Reggae Star Gentleman wird mit seiner Band im Herbst auf große Tour kommen.

Die Fans können sich auf viele neue Songs freuen!

Auf Deutsch zu singen, aus der eigenen musikalischen Komfortzone auszuscheren und ein völlig neues Territorium zu markieren, für Deutschlands ersten und noch immer einzigen Reggae-A-List-Ambassador ist es in seinem anbrechenden vierten Karriere-Jahrzehnt die wohl ultimative Herausforderung. Und sicherlich auch ein Schritt, der dissonante Argumentationslinien im Reggae-Kommentariat provozieren dürfte. Aber Gentleman pulverisiert vom Anpfiff weg jeden Anflug von Skepsis und Sellout-Verdacht, schon durch die frappierende Natürlichkeit, die Schwerelosigkeit, mit der ihm der sprachliche Switchover gelingt. Wie er es schafft, die imaginäre Reset-Taste zu drücken, den Patois getunten Prozessor neu hochzubooten, den lyrischen Fokus zu verschieben und zu verschärfen. Seine Jamaika-verhyperlinkte Meta-Lingo, sozusagen germaican in Duktus und Syntax, auch in sein neues Idiom eintropfen zu lassen. Deutschsprachigen Songs seine charakteristische vokale Gravur einzustanzen, respektive seinem gewohnt hohen Confidence-Level und all den eingetakteten Selbstverständlichkeiten seines Vortragsstils, ohne dass es je gezwungen, formelhaft oder strategisch kalkuliert wirkt.

In diesem Sinne darf sich „Ahoi“, gleichsam Vorbote, Taktsetzer und Kickstarter seines ersten deutschsprachigen Album-Projekts „Blaue Stunde“, getrost als Avatar für Gentleman 2.0. verstanden wissen. Schon der erste Vers-Volley – „Augen zu, Schaukelstuhl, ausgeruht, viel Zeit statt ausgebucht, sweet life statt Rausch und Blues…“ – definiert Ambience & Agenda des Projekts, und klingt dabei in unserem entschleunigten, Pandemie-paralysierten Home Office-Hier & Jetzt geradezu alarmierend aktuell. Gentleman selbst nennt „Ahoi“ „die erste DNA, mit der ich mich auf Deutsch zeigen will“, seinen Take zum Geschwindigkeitsrausch, „zu diesem Höher-Schneller-Weiter, mit dem wir in unserem Mikrokosmos leben“. Und er räsoniert über „die Seele, die drei Tage braucht ehe sie ankommt – was fast nie gelingt, wenn man am nächsten Morgen immer schon wieder weg ist und die Zeit zur Reflexion und Verarbeitung von Erfahrungen fehlt“.

Entsprungen einem kollektiven Brainstorming mit Damion Davis und Samy Deluxe (der zusammen mit Til Schneider auch die hymnischen Bläserfanfaren beisteuert, die den Tune choreographieren) und unterspült von einem von Gentlemans Evolution
Band auffrisierten Riddim, offenbart „Ahoi“ den tiefen Blick in eine Seele, die angekommen ist. Was bedeutet, Atem geholt und Auszeit genommen zu haben, um Gedanken & Gefühle neu zu ordnen, auszuformulieren, zu präzisieren, zu bilanzieren. Visier auf Widescreen gestellt, von Fast Life zu Midlife, Vignetten vom Kosmopolit in Klausur perlen vorbei, vom Fadda und Familyman – um hier einmal mehr in jamaikanisierten Sprech zu verfallen – , ausgeruht, affirmativ und verschmitzt altersweise.

Gentleman spricht agitiert vom „Ringen um die richtigen Worte“, davon, Selbsterlebtes zu protokollieren, gewachsen zu sein und einen Mindstate erreicht zu haben, der sich auf dem „schmalen Grat zwischen Rock’n’Roll-Lifestyle und Responsibility“ bewegt. Und was mit „Ahoi“ als Blueprint beginnt, setzt sich folgerichtig über die lange Distanz fort. Auf Studio-Album Numero 7 mit anderen Worten, Gentlemans deutschsprachigem Debut, bei dem er es packt mehr persönliches von sich preiszugeben, als er es bislang auf Patois getan hat. Mit „Blaue Stunde“ also, das länger im Inkubator steckte als jedes seiner Vorgänger – dessen Earth Day nach dem fulminanten Feedback, das er 2017 bei seiner Teilnahme an der vierten Staffel von „Sing meinen Song“ einfuhr, aber eigentlich nur eine Frage der
Zeit gewesen ist.

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